Japanischer Garten

Der Japanische Garten. Das Sahnehäubchen auf dem Messegelände. Er wurde auf Initiative des Grafen Fritz von Hochberg, Diplomat und Orientalist, unter Beteiligung des japanischen Gärtners Mankichi Arai anlässlich der Jahrhundertausstellung 1913 angelegt. Er vereint die Merkmale mehrerer Gartentypen: öffentliche Gärten, Wassergärten, Teezeremonie und Kieselstrand. Kompositorisch ist er durchdacht und konsequent wie ein Samurai-Pfad. Vom Haupttor von Sukiya-mon aus erreichen wir über die Brücke mit dem Aus-sichtspavillon Yumedono Bashi eine Kreuzung. Dies ist der Moment der Entscheidung. Entlang des Ufers des Teiches gibt es einen Weg von der sanften weiblichen Kaskade von Onna-daki zur gewalt-tätigen männlichen Kaskade von Otoko-daki. Auf dem zweiten Weg, über die bogenförmige Taiko-Bashi-Brücke, erreichen wir den Azumaya-Tee-Pavillon.

Ungewöhnliche Vegetation, überraschende Arrangements und symbolische Raumkompositionen machen den Garten bis heute zu einem wahren Schatz für die Liebhaber der Botanik und Ichthyologie (es liegt an den orangefarbenen Koi-Karpfen, die die Teiche bewohnen, die in der Nachmittagssonne ihre großen Rückenflossen erwärmen). Neben dem Botanischen Garten ist er zweifelsohne ein Pflichtpunkt für jeden Freund wohldurchdachter Gartenanlagen.

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